Kriterien für eine Magenbypassoperation

Diese sind prinzipiell dieselben wie für die Schlauchmagen, den Mini-Gastric-Bypass- und die Magenbandoperation: erfolglose konservative Therapie, BMI > 35 etc.. Da die Magenbypassoperation schwerwiegende Konsequenzen hat (z.B. partielle Irreversibilität, lebenslanger Ersatz gewisser Vitamine und Spurenelemente etc.), muss die Indikation für einen solchen Eingriff sehr sorgfältig gestellt werden. Entscheidend ist auch hier nicht primär die Höhe des Übergewichtes, sondern die Ernährungsgewohnheiten der Patienten und allfällige Begleiterkrankungen. Selbstverständlich müssen auch die Wünsche des Patienten berücksichtigt werden. Auch wenn aus medizinischer Sicht ganz klar die Indikation für eine Magenbypassoperation besteht, wird ein Patient damit nicht glücklich, wenn er negativ zu diesem Verfahren eingestellt ist. Er wird  langfristig mit dem Bypass wahrscheinlich nicht umgehen können, obwohl wir auch schon das genaue Gegenteil erlebt haben. 

 

Magenbypass bei Diabetes Typ II

Diabetes mellitus Typ II (sog. Altersdiabetes) ist eine der häufigsten Zivilisationskrankheiten. Auf Grund einer Regulationsstörung des Zuckerstoffwechsels verbunden mit Übergewicht, kommt es zu Schäden im Bereiche der Blutgefässe (insbesondere des Herzens, des Gehirns, der Nieren) und der Nerven. Die Krankheit entwickelt sich schleichend und oft unbemerkt über Jahre, so dass bei Diagnosestellung nicht selten schon Organschäden bestehen. Die Bauchspeicheldrüse ist primär für die Regulation des Zuckerstoffwechsels verantwortlich und schüttet das Hormon Insulin aus, welches den Zuckerspiegel im Blut reguliert bzw. senkt. Primär besteht beim Diabetes mellitus Typ II kein Insulinmangel, vielmehr wird dieses sogar vermehrt ausgeschüttet und zur falschen Zeit in der falschen Menge freigesetzt. Infolge des massiven Übergewichtes kommt es mit der Zeit zu einer sog. Insulinresistenz. Dies bedeutet, dass das Insulin seine blutzuckersenkende Wirkung gar nicht mehr entfalten kann. Diese wird durch das bei stark übergewichtigen Menschen massiv vermehrte Fettgewebe verursacht. Die primäre Therapieform muss deswegen darin bestehen, dieses Zuviel an Fettgewebe durch Gewichtsreduktion zu eliminieren und nicht, Insulin von aussen zuzuführen. Eine solche Gewichts- und Fettgewebsreduktion, verbunden auch mit einer verminderten Zuckeraufnahme im Magen-/ Darmtrakt, wird am effizientesten durch eine distale Magenbypass-Operation (alternativ ist gemäss der neueren Literatur ein laparoskopischer Mini-Gastric-Bypass eine valable Therapieoption).  Die meisten Patienten mit Diabetes mellitus Typ II brauchen oft bereits einige Tage nach diesen Eingriffen nur noch sehr wenig oder gar kein Insulin und nicht selten, nach erfolgter Gewichtsreduktion, auch keine blutzucker-, blutdruck- und cholesterinsenkenden Medikamente mehr. Beim Erwachsenen ist dies schon seit langer Zeit bekannt. Neue Studien belegen, dass auch schon schwerstgewichtige Jugendliche von einem solchen Eingriff massiv profitieren können.    

 

ÄRZTLICHE LEITUNG

 

Dr. med.

Mischa C. Feigel

 

Facharzt FMH für Chirurgie

spez. Viszeralchirurgie

 

Zentrum für Viszeralchirurgie und Bariatrie

 

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